7 Punkte-Wissen über die GEMA

1. Was ist die GEMA und was tut sie?

Die Abkürzung „GEMA“ steht für „Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte“. Das Ziel der GEMA hat sich in ihrem mittlerweile über 100jährigen Bestehen nicht geändert. Sie sorgt dafür, dass das geistige Eigentum von Musikschaffenden geschützt, ihre Interessen vertreten und sie für die Nutzung ihrer Werke angemessen entlohnt werden.

 

Mit einem differenzierten Tarifsystem wird sie den vielfältigen Möglichkeiten der Musiknutzung, unter anderem bei öffentlichen Veranstaltungen gerecht.

2. Warum der GEMA Geld bezahlen, um öffentlich Musik aufführen zu können?

Damit auch Musikschaffende von ihrer Arbeit leben können. Kreative Leistung kommt nicht aus dem Nichts, sondern ist das Resultat harter Arbeit. Aus demselben Grund gibt es beispielsweise Patente, damit Erfinder von ihren Ideen profitieren können. Wie Erfinder, so haben auch Komponisten, Textdichter und Musikverleger ein gesetzlich verbrieftes Recht auf angemessene Vergütung.

 

Dieses Recht für ihre Mitglieder einzufordern ist in Deutschland die Aufgabe der GEMA: Wir verwalten die Nutzungsrechte von über 65.000 Mitgliedern im Inland sowie über zwei Millionen ausländischen Berechtigten. Für Sie als Musiknutzer heißt das: Die öffentliche Musikwiedergabe ist grundsätzlich nur mit Erlaubnis und Honorierung der Musikurheber zulässig. Das ist fair: Niemand arbeitet gerne ohne Bezahlung.

3. Wie viel Geld muss ich bezahlen? Gibt es verschiedene Tarife?

Wie hoch die Lizenzgebühr ausfällt, hängt je nachdem, welche Musiknutzung Sie anstreben, von verschiedenen Faktoren ab: Geht es um eine einmalige oder mehrfache Nutzung? Wollen Sie Musik im Radio senden oder über das Internet zugänglich machen, CDs herstellen bzw. vervielfältigen, ein Live-Konzert aufführen oder einen öffentlichen Vortrag, zum Beispiel auf einer Messe oder einer Konferenz, musikalisch untermalen?

 

Die Nutzungsmöglichkeiten von Musik sind vielfältig, und deshalb bietet die GEMA entsprechend darauf abgestimmte Tarife an.

Die Links auf meiner Seite "Anmeldeformulare" helfen Ihnen als Musiknutzer dabei, den für Sie perfekt zugeschnittenen Tarif zu finden. 

4. Was habe ich davon, wenn ich die Nutzung von Musik anmelde?

Eine ganze Menge. Sie haben beispielsweise Zugriff auf nahezu das gesamte musikalische Weltrepertoire. Und Sie sind obendrein auf der sicheren Seite, denn Ihre Musiknutzung ist legal. Bequem ist es außerdem, denn Sie haben mit der GEMA einen einzigen Ansprechpartner und müssen nicht mit den Inhabern von Nutzungsrechten auf der ganzen Welt einzeln verhandeln.

Und weil die Arten der Musiknutzung vielfältig sind und sich daran auch immer wieder etwas ändern kann, gibt es für jede Art der Nutzung einen maßgeschneiderten Tarif, und auch die Laufzeit Ihres Lizenzvertrags können Sie selbst bestimmen.

5. Wann wird die Lizenz fällig und wie melde ich mich an?

Sie müssen eine geplante Musiknutzung im Vorfeld anmelden. Für eine Einzelnutzung schickt Ihnen die GEMA eine Rechnung, bei Dauernutzungen bieten wir Ihnen einen Vertrag an, den Sie nur noch unterschrieben an uns zurücksenden müssen. Das ist schon alles: Mit der Bezahlung der Vergütung besitzen Sie die Lizenz der GEMA zur Musiknutzung.

Übrigens: In vielen Fällen gibt es reduzierte Tarife (s. Punkt 6) die vielleicht auch Sie in Anspruch nehmen können. Am besten informieren Sie einfach Ihre zuständige GEMA-Bezirksdirektion darüber, welche Art der Musiknutzung Sie beabsichtigen (z.B. Konzert, Hintergrundmusik, Gottesdienst etc.). Die Adressen der für Sie zuständigen Direktionen finden Sie als PDF-Download --> hier

6. Gibt es Rabatte bzw. Nachlässe?

Die GEMA gewährt z. B. einen Gesamtvertragsnachlass in Höhe von 20% für Mitglieder eines Gesamtvertragspartners, z. B. für Mitglieder des DEHOGA.

Suchen Sie auf den GEMA-Seiten nach dem Verzeichnis aller "Vertragspartner".

Auch für verschiedene Gruppen des sozialen und kulturellen Bereichs sind bei den Veranstaltungstarifen Nachlässe vorgesehen. Darüber hinaus gibt es für bestimmte Bereiche, z. B. die offene Kinder- und Jugendarbeit, Nachwuchsspielstätten etc. eigens dafür, mit deren Interessensvertretung entwickelte Tarife.

7. Wer zahlt die GEMA-Lizenzrechte?

"Wer die Musik bestellt, bezahlt sie", heißt ein altes Sprichwort. So ist es auch hier zu handhaben. Die Lizenzrechte zur Aufführung sind, ggf. über einen übergeordneten Rahmenvertrag, immer vom Veranstalter zu tragen, niemals vom Künstler.

Den Nachweis erbringen Plakat- bzw. Werbeaufdrucke, Schriftverkehr oder Honorarrechnungen. Im Falle von Musikevangelist Waldemar Grab ist der Nachweis auf einen Veranstalter ggf. auch durch zeitnahe Spendeneingänge für Hoffnungsträger e.V. ersichtlich.


zusammengestellt von W.Grab; ohne Gewähr und rechtlichen Anspruch.

Sollte eine Verlinkung im obigen Text nicht mehr funktionieren,

bitten wir freundlichst um einen kurzen Hinweis.

Bitte informieren Sie sich über die GEMA auch über

die entsprechenden Internetseiten auf www.gema.de