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Margret Birkenfeld ist heimgegangen

 Foto HTR-Lizenz: Margret Birkenfeld in Aktion; Agentur Lothar Ruehl, Wetzlar agentur-ruehl.de

Wir danken Lothar Ruehl herzlich für die Genehmigung der Foto-Veröffentlichung!

Die Musikerin und Komponistin Margret Birkenfeld (*1926) starb am (gestrigen) 03. Mai 2019 im Alter von 92 Jahren. Mit acht hatte sie sich bereits entschieden, ein Leben mit Jesus zu führen und bereute es "an keinem einzigen Tag", wie sie es einmal sagte. Nachdem sie die Schule beendet hatte, absolvierte sie an ihrem Geburtsort Bochum ein Musikstudium.

In Witten begann sie in den Nachkriegsjahren mit einem Lehramt für Geige und Flöte am dortigen Konservatorium und entdeckte 1961 ihre Berufung, für Jesus Christus aktiv tätig zu sein: Sie begann, insbesondere Kinderlieder zu texten und zu komponieren und sich für christliche Chorarbeit zu interessieren.

                                                                  Foto HTR-Lizenz: Margret Birkenfeld in Aktion; Agentur Lothar Ruehl, Wetzlar agentur-ruehl.de

 

Für den Verleger und damaligen Vorsitzenden des Evangeliums-Rundfunks Hermann Schulte arbeitete Margret Birkenfeld im "Verlag Hermann Schulte" als Leiterin der Musikabteilung, wo sie von Gott auf einen großartigen Dienst in der christlichen Musikszene vorbereitet wurde. 

 

„Tante Margrets“ erste Produktionen geschahen zusammen mit Peter van Woerdens Onkel Peters Kinderstunde“ und dem „Wetzlarer Kinderchor“, der davor von Ruth Frey betreut wurde. Nach und nach sangen auch die Erwachsenen überall im deutschsprachigen Europa ihre „Kinderlieder“, in Wetzlar entstand neben dem erwähnten Kinderchor dann auch der „Wetzlarer Kükenchor“ für Kinder im Vorschulalter, den sie 1996 an die Nachfolgerin Konny Kramer übergab.

 

Weitere Ableger ihrer Arbeit waren dann der „Wetzlarer Mädchenchor“ sowie der „Wetzlarer Jugendchor“. Aus letzterem entstanden dann in Verbindung mit den besten Sängerinnen und Sänger aus dem „Wetzlarer Evangeliums-Chor“ ganz besondere und unvergessliche Konzert-Highlights, in Zusammenarbeit mit Künstlern wie Wilfried Mann (Jubilate-Chor), Siegfried Fietz oder auch dem "Wir-singen-für-Jesus-Chor", der 1966 von Ernst August und Elsa Eicker gegründet und 2004 von Tochter Ruthild Eicker erfolgreich fortgesetzt wurde. Bekannte Künstler, darunter die Jazz-Sängerin Sarah Kaiser, interpretierten ihre Lieder in eigenem Stil. Wie sehr sie sich mit ihren Chorsängern identifizierte, zeigte die ledig gebliebene "Tante Margret" darin, dass sie denen, die heirateten, ein eigenes "Hochzeitslied" schrieb, dass bei den Feierlichkeiten der Frischgetrauten dann uraufgeführt wurde.

 

„Ta Mas“ (Tante Margrets) bekannteste Lieder sind:

Zeit ist Gnade · Ja, Gott hat alle Kinder lieb · Lasst uns danken statt zu klagen · Schmecket und sehet · Sei ein lebendger Fisch · Das ist ein köstlich Ding · Wo ist denn mein Teddy · Mit Jesus leben, das ist Freude · Lobe den Herrn, meine Seele · Die Nachtigall · Gott hat unsre Erde schön gemacht · Herr, du bist die Liebe · Ein kleines, wildes Schäfchen · Wir wissen nicht den Tag noch die Stunde · Für mich gingst du nach Golgatha.

 

Zwei davon habe ich für Sie verlinkt, falls Sie mal reinhören möchten.

 

Vielen von Ihnen ist Margret Birkenfeld schon aus frühester Jugend bekannt. Entweder persönlich, durch die vielen Veranstaltungen mit Kindern oder den Chorprojekten, unter anderem aber durch die „Re-Si-Wo“, der Reher Singwoche“,
die sie mit großem Erfolg 1982 ins Leben rief und bis ins höhere Alter hinein leitete. 

 

So trafen sich bis 2018 unter dem Dirigentenstab ihrer Nachfolger Marion und Gilbrecht Schäl und Ingo Link - sowie 2019 unter der Leitung von Darius Rossol vor wenigen Wochen zum 38. Mal Menschen aller Altersklassen zu dieser beliebten Singwoche in den Christlichen Gästehäusern in Rehe, wo sie sechs Tage lang Lieder einübten, um diese dann am Ende in einem großen Konzert zu präsentieren. 

 

Nun ist Margret Birkenfeld am Ziel. Sie ist beim HERRN angekommen und sie hat dieses Ziel mit großem Einsatz, inniger, ansteckender Hingabe sowie mit einer von Christus verliehenen Würde erreicht.

Unsere guten und segensvollen Gedanken begleiten sie und wir werden ihr wohl noch lange viele ihrer Lieder und Melodien hinterhersummen und -singen. Bis wir uns wiedersehen, am Dirigentenpult der himmlischen Engelschöre.     - Waldemar Grab -