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facebook ade, scheiden tut ... überhaupt nicht weh! - - Wieviel schöne Stunden ...

 

„So lasst uns jetzt nicht schlafen (in einer geistigen wie geistlichen Gleichgültigkeit), wie es der Rest der Welt tut, sondern lasst uns wachsam (und achtsam) bleiben und nüchtern sein (selbstkontrolliert, ruhig und weise)“.

1. Thess. 5,6 | HTR-Ü 

 

Vor genau 100 Tagen habe ich den Schritt gewagt und den Social-Media-Account bei facebook gekündigt. Alle sagten:

"Glaube ich Dir nicht, dass Du das durchziehst." Doch, hab ich.

Von Anfang an war ich als Facebookianer dabei! "Wie könnte es anders sein", meint meine Frau, „du warst Zuckerbergs rechte Hand!“. Ach, ja? Überwiesen hat er mir nichts.

 

       Als ich im November 2018 den Account löschen ließ, verließ ich eine Gemeinschaft von rund 31 Millionen Mitgliedern, von denen exakt 5.336 meine "Freunde" waren.  Bei facebook ist es nämlich anders, als im richtigen Leben: Man kann sich per "Klick", von wem auch immer, auf "Nimmerwiedersehen" verabschieden! Wie viele sich von mir trennten? Keine Ahnung. Schwund ist immer und überall.

Die Streitkultur in den Sozialen Medien, zurecht immer wieder angeprangert, ist nicht vergleichbar mit anderen Auseinandersetzungen. Sogar hochdodierte Evangelikale und Talarträger schwingen die Machete, wenn man ihnen ans Gesangbuch will und die Postings von manch selbsternannten Internet-Missionaren berühren den Saum der Peinlichkeit.

 

       Ich wundere mich nicht, dass eine Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, warum Jugendliche sich lieber hinter anonymen Social-media-Accounts verstecken oder in Chatrooms bzw. Messanger-Diensten kommunizieren, als miteinander am Telefon zu reden, genau das festgestellt hat: Man hat Angst, der Sache verbal nicht mehr gewachsen zu sein (facebook-Manie) bzw. nicht mehr in der Lage zu sein, seinen Standpunkt ordentlich und mit offenem Visier zu vertreten - und wenn man es kann, fehlt die Bereitschaft oder das Können beim Gegenüber.

 

       Es dauerte eine ganze Weile, bis meine facebook-Kündigungs-Maschinerie in Gang kam und fb wirklich alle Überbleibsel meiner Bilder und Postings gelöscht hatte. Aber die gewisse Hartnäckigkeit meinerseits hat sich scheinbar gelohnt. Wie ich hörte, bin ich nicht nur für Mark wie vom Erdboden verschwunden. 

       

       In so manchen Gesprächen erfahre ich, dass es für viele ein wichtiger und wesentlicher Schritt ist, sich von Dingen zu lösen, die schleichenden Unfrieden in einem aufbauen, Zeit rauben und durch eine gewisse Unmöglichkeit, Dinge zu ändern oder auf den Weg zu bringen, den Sinn nicht mehr erkennen lassen. Trennung heißt der Schritt, wenn ein Aufenthalt auf verseuchtem Boden mehr Zeit in Anspruch nimmt, als auf heiligem Boden.

       

       Am Donnerstag, den 6. März, beginnt die Passionszeit. Ich faste, bete und fahre zu meinen Diensten. Und ich trenne mich weiter klar von dem, was mich im negativen Sinne bindet. Ohne Trauer.

Oder vermissen Sie beim Abnehmen Ihre überschüssigen Pfunde? wg

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