· 

Lob meine Seel´ den Herrn ...

                                                                                                 Foto: HTR-Lizenz_AdobeStock_116668253


Lob, meine Seel', den Herrn, lob ihn mit Herz und Mund!
Was in mir ist, sing seinem Nam', tu seine Liebe kund!
 
Lob, meine Seel‘, den Herrn, auf, stimm‘ein Loblied an!
Vergiss nicht, wieviel Gut's er dir bis hierher hat getan!

 

 

 

 

Wenn ein Lied mit Lob‘ meine Seel‘, den Herrnbeginnt, handelt es sich im Quelltext in der Regel um das Zitat aus Psalm 103,1: „Lobe den HERRN, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen!“
und wer den Anfang kennt, weiß meist auch, wie es weiter geht: 
„Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat“.
 
Während sich die einen dabei an die Melodie Beethovens und die 1970 entstandene, warmherzige Textübertragung von Elsbeth Meyer-Baltensweilererinnern (s.o.), summen die anderen die 20 Jahre später entstandene, außergewöhnliche Musik- und Text-Komposition von Norbert Kissel. Letztere wird in der Regel mit etwas mehr Schmackesgesungen und das erstere mit Bedacht.
Doch ganz gleich wie, der Vers ist ein Aufruf an die eigene Seele, ein Befehl sozusagen, ein Geheiß: ‚Los, raff dich auf, raus aus der Lethargie, sei nicht so leidenschaftslos, unbeweglich und tranig, lobe!' Und wenn die Seele, dies wirklich als einen Befehl verstehen würde, müsste sie folgen
(Konjunktiv).  ...

Ich habe vor einiger Zeit in einer Predigt, die ich in einer Bundeswehr-Kaserne halten durfte, die militärische Definition eines "Befehls" aus dem Militär-Jargon direkt auf das Christsein des Menschen übertragen und lasse Sie gerne daran teilhaben.

Dazu vorweg eine Anmerkung: Ich habe die Wortwahl"... mit einem gewissen Anspruch auf Gehorsam" deshalb so gewählt, weil Gott den freien Willen des Menschen immer akzeptiert, unabhängig von den Folgen einer Verweigerung.Bei der Befehls-Definition der Bundeswehr fehlt dieses Wort, denn dort wird eine Befehlsverweigerung schon immer nicht ganz so "barmherzig" geahndet.
Was so viel heißt, wie: Menschen beurteilen Menschen in der Regel ungleich härter, als ihr Schöpfer es tut oder tun würde. Zumindest solange sie auf dieser Erde weilen.


DER BEFEHL GOTTES AN DEN MENSCHEN:

"Die göttliche Weisung ist eine Anordnung zu einem bestimmten Verhalten, die der Vater im Himmel seinen Kindern und Dienern, mündlich, schriftlich oder in anderer Weise, allgemein - oder für den Einzelfall, mit einem gewissen Anspruch auf Gehorsam erteilt."    
wg

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0