Leseprobe zu "Was bringt mir eigentlich der christliche Glaube" von Waldemar Grab

Bearbeiteter Auszug aus dem Büchlein „Was bringt mir eigentlich der christliche Glaube“ 

von Waldemar Grab · Ab Januar in allen Christlichen Bücherstuben für den missionarischen Weitergabe-Preis in Höhe von 2,90 € erhältlich -

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Waldemar Grab (62), Evangelist, Autor und seit 2006 Direktor des Missions- und Sozialwerkes Hoffnungsträger e.V. in Hartenfels/Ww., kommt in seinen Predigten deutlich auf die grundsätzlichen Dinge des christlichen Glaubens zu sprechen. In dem vorliegenden Bändchen zeigt er in einer teils sehr persönlichen „Themendraufsicht“ auf, dass es gerade die kleinen, unscheinbaren Dinge des Lebens sind, die so nahe liegen und ein Leben im Glauben von Grund auf verändern können. 

„Was bringt mir eigentlich der christliche Glaube?“ macht deutlich, dass dieser Glaube nichts mit irdischen Vorteilen zu tun hat. Dabei bringt die Beschäftigung mit diesem Thema doch Erstaunliches zutage! Ein klar verständliches Buch für jeden, der neu am christlichen Glauben interessiert ist, und ein Auffrischungskurs für jeden, der bereits glaubt.

 

Ein Auszug. idea-spektrum / Vorabdruck Oktober 2018

 

HEILIGER BODEN

Wer sich in einen Gottesdienst setzt, um mit Gottes Segen in die Woche zu gehen, wird einen erfolglosen Gang absolviert haben, wenn er gleichzeitig in Verstrickungen, in bewusster wie auch unbewusster Sünde und in Streit lebt.

 

„Wer bemerkt denn, wie oft er sündigt? Verzeih mir, HERR, die unbewussten Sünden!“ (Psalm 19,13; HTR-Ü) 

 

Sie glauben gar nicht, wie oft Menschen streiten. Es gibt ja auch nichts, über das man nicht streiten könnte, wobei die gesunde Auseinandersetzung natürlich nicht notwendigerweise feindselig sein muss. Doch wer beherzigt sie schon, die Netiquettein einer Auseinandersetzung, in der es immerhin um nicht weniger als die Ehre geht? 

Selbst die Nachrichtenredakteure sprechen bei geringsten Meinungsverschiedenheiten unter Politikern von Streit und meinen dabei Zank und Zwietracht, während Koalitionen lediglich um verschiedene Meinungen gerungen haben. Ich gebe jedoch zu, dass die heutigen politischen Auseinandersetzungen oft in einem Ton stattfinden, die dem anderen nicht nur die Ehre abschneidet, sondern auch noch jeglichen Handlungsspielraum nimmt. 

 

Für mich war es im Nachhinein betrachtet, ein Geschenk, im politischen Geschäft der 70er- und 80er-Jahre noch lernen zu dürfen, dass das Streiten ein Ringen um die Sache sein muss, ohne den anderen persönlich zu treffen. Heute ist in der Politik eine sachliche Diskussion, verborgen hinter vier Wänden, gar nicht mehr möglich, weil auch in den eigenen Reihen immer ein „Damon“ sitzt. Zwar nicht mit dem Dolch, aber immerhin dem Smartphone im Gewande. Und jeder noch so nebensächliche Diskussionsfaden wird zur Hervorhebung der eigenen Wichtigkeit an die Pressehäuser und Verlage oder an die weltweite Twittergemeinde geschickt. Ein Aussitzen und Überlegen, ein Reifen, Verwerfen und Neuüberlegen, um vielleicht doch noch zu einer tieferen Überzeugung zu gelangen, ist aufgrund der großen Streuung und manipulativen Berichterstattungen heutzutage gar nicht mehr möglich.

 

Kinder lernen recht früh, ihre Meinung mit Lautstärke und Muskeln durchzusetzen. Der streitbare, konstruktive Dialog ist für sie unbekannt, und selbst wenn er in „vorbildlichen“ Familien vorgelebt wird, beim Betreten des Schulbusses ist dies oft schon vergessen. Unter anderem bin ich auch aus diesem Grund ein Befürworter Christlicher Bekenntnisschulen in Deutschland. Sie unterscheiden sich nicht durch die Lehre selbst, sondern durch eine christliche Grundüberzeugung des Lehrens. Ein an säkularen Schulen oft propagierter „wertfreier Unterricht“ führt wegen des Fehlens der Kategorien „gut und böse“, „richtig und falsch“ die Jugendlichen in die Irre, weil damit die elementaren Grundwerte einer Gesellschaft ignoriert werden.  Kinder brauchen Vorbilder, brauchen Grenzen. Genau wie Erwachsene Grenzen brauchen. Wie viele Menschen nehmen sich täglich neu vor, die Streitereien einzustellen, doch sie schaffen es nicht. 

 

Wer an Christus glaubt, hat die Möglichkeit, Frieden in seinem Herzen und in seinem Haus zu haben. Ein Friede, der über allem steht, was uns ausmacht. Heute weiß ich: Dieser wahre Herzensfriede ist ein Glaubensmerkmal mit Ewigkeitswert, welches nur Nachfolger Jesu besitzen können.

 

Wer sich in einen Gottesdienst setzt, um mit Gottes Segen in die Woche zu gehen, wird einen erfolglosen Gang absolviert haben, wenn seine Bude mit geklauten Sachen bestückt ist und sein PC neben den Bibelübersetzungen gleichzeitig mit Pornografie und sonstigen Hardcore-Darstellungen zugemüllt wird. 

 

Das Gebot „Du sollst nicht stehlen!“ (2. Mose 20,15; luther.heute) gehört, einmal abgesehen von der Anweisung nicht zu lügen 

(„Darum, nachdem ihr die Lüge nun abgelegt habt, rede jeder die Wahrheit mit seinem Nächsten, [gerade] weil wir doch alle untereinander Glieder sind“ [Epheser 4,25; HTR-Ü]), zu den am meisten gebrochenen Geboten, beinhaltet es nämlich nicht nur den Diebstahl materieller Güter allein. Dazu zählen auch:

das unerlaubte Downloaden oder Kopieren von 

- urheberrechtlich geschützten Daten;

- Bildern für den eigenen Vortrag, den Firmenprospekt, die Präsentation;

- Liedern, die ohne Lizenzgebühren zu entrichten, über Beamer zu den Gemeindeveranstaltungen gesungen werden;

- Projekt-Ideen Dritter, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu schaffen; 

- der Predigt aus dem Internet, rasch heruntergeladen und in wenigen Sätzen dem eigenen Duktus angepasst, doch ansonsten relativ identisch im nächsten Gottesdienst ohne weitere Quellenangabe gehalten …

um dann in den sozialen Medien zu posten: „Was für ein gesegneter Sonntagmorgen!“ 

Aber auch das Abwerben eines guten Mitarbeiters aus einem anderen Unternehmen gehört dazu, hier verstößt man gegen das 10. Gebot: „Lass dich nicht dazu bringen, Lust auf deines Nächsten Haus, Frau, Knecht oder Magd (die Mitarbeiter) zu haben“ [oder gar auf seinen Betrieb, seinen Fuhrpark oder einfach alles, was dein Nächster hat] (2. Mose 20,17; HTR-Ü). 

 

Hand aufs Herz: Wie viele Dinge sind bereits in Ihren Besitz übergegangen, obwohl sie Ihnen im Grunde nicht gehören? Und wohl gemerkt: Für den eigenen Gebrauch ist da vieles möglicherweise legitim, doch zur unerlaubten Weiterverwendung?

 

Wer in der Woche regelmäßig „verseuchten Boden“ betritt, Körper und Seele verunreinigt und den Geist betrübt, wird Schwierigkeiten haben, über den „heiligen Boden christlicher Veranstaltungen" Segen zu erfahren. Diese Zweigleisigkeit ist eine Gott provozierende, vorsätzliche Tat, die den geistlichen Dienst und am Ende den ganzen Segen kosten kann. Nach dem Abfall kommt der Fall, und zwar dann, wenn man nicht damit rechnet. ... 

 

... Suchen Sie sich unbedingt einen Ausweg, wenn sich Ihre Lebensfreude und Ihr Aktivismus nicht mehr frei entfalten können! Wenn Sie Christ sind, beten Sie inständig, dass Gott Ihnen hier heraushilft, und sprechen Sie dem Teufel die Macht ab, ohne in einen Dialog mit ihm zu treten. Sie werden sehen, wie gut es Ihnen tut, wenn der Heilige Geist wieder in Ihnen wirken darf! 

Und wenn Sie noch nicht so recht an die Kraft des Herrn Jesus glauben, kann ich Sie nur dazu motivieren, mit IHM ins Gespräch zu kommen, dass er Ihnen aus den ausweglosen Sackgassen heraushilft und Sie auf einen Weg führt, der Ihnen wieder einen Sinn und ein Ziel in Ihrem Leben aufzeigt! Jesus sagt zu Recht: „Ich bin der Weg ... niemand kommt zum Vater, außer durch mich!“ (Johannes 14,6; luther.heute). 

 

Beten Sie mit einem Menschen, der an Jesus glaubt! Gebet ist einer der Stützpfeiler des christlichen Glaubens. Es ist die Artikulation unserer Wünsche, Pläne und Freuden. Aber auch die Weitergabe unserer Sorgen, Probleme und Niederlagen. Und es ist die einzige Chance auf Vergebung, Buße und Befreiung! Beginnen Sie, aufrichtig mit Jesus zu reden, und seien Sie gespannt auf seine Antwort! Es geht immer darum, dass Gott Sie in Ihren Lebensplanungen und Ideen segnen möchte. Er möchte Ihnen zeigen, was er mit Ihnen vorhat, und er will Ihnen aufzeigen, was der Glaube anIHN alles inIhnen und mitIhnen und mit Ihrem Umfeld bewirken kann!

 

 

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