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Hoffnungsträger sein (11/12)

"Ich bin der Herr, dein Gott, der dich lehrt, was dir hilft,

und dich leitet auf dem Weg, den du gehst."  Jesaja 48,17

 

Hatten Sie in der Kindheit auch mal Lust "auszubüxen"? Nur in Gedanken, vielleicht? Oder haben Sie's sogar in die Tat umgesetzt? Ich kann mich erinnern, dass mich meine Eltern immer wieder mal von irgendwo her wieder aufsammeln mussten. Und während meine Mutter auf der Heimfahrt unentwegt auf mich einredete, schaute ich aus dem Autofenster und ließ die Erlebnisse, die ich auf dem Weg hatte, nochmal vor meinem inneren Fenster abspulen.

 Foto: HTR-Lizenz/esthermm.AdobeStock_83696806

 

Drei Dinge fallen mir im Zusammenhang mit unserem heutigen Vers dazu ein:

 

1. Wenn jemand, weil er es gut meint, zu mir redet, kann ich die Ohren auf Durchzug stellen oder zuhören. Manchmal realisiert man erst hinterher, dass derjenige es gut meinte.

Wenn allerdings jemand vorher sagt: "Ich bin der Herr, dein Gott ..." sollte ich tunlichst alles stehen und liegen lassen und mir den Moment Zeit nehmen. Ein husch husch kann mich in der Tiefe nicht erreichen. Übrigens auch bei der morgendlichen Losung nicht. Sobald wird die Bibel aufschlagen, steht diese Aussage über allem: "Ich bin der Herr, dein Gott ...". Das fordert meine ganze Aufmerksamkeit.

 

2. Wenn Gott sagt, dass er "dich lehrt, was dir hilft", dann sollte ich als lebenserfahrener Christ nicht zögerlich sein, diese Hilfe anzunehmen. Eine gewisse Offenheit für Wege, die ich so gar nicht auf dem Zettel habe, müsste ich allerdings mitbringen, denn wer, außer IHM, kennt seine Gedanken mit uns?

 

3. Dass wir viel zu oft Wege beschreiten, die wir selbst eingeschlagen haben und hinterher denken, dass man es auch anders hätte machen können, liegt in der Natur des Menschseins. Manchmal ist auch die Last, die wir mitschleppen, ein wenig zu schwer (s.Foto), weil wir denken, für alle Fälle vorsorgen zu müssen. Denken Sie einmal diesbezüglich an Ihren Urlaubs-Reisekoffer, wieviel von den Dingen, die sie mitnehmen, bringen Sie unangetastet wieder mit nach Hause?

 

"Lernt von mir: Ich meine es gut mit euch ... Mein Joch ist leicht.

Und was ich euch zu tragen gebe, ist keine Last." Matthäus 11,29 (Basisbibel)

 

Dass er "mich leitet auf dem Weg, den ich gehe ...", daraus lese ich, dass er grundsätzlich zu meinen eingeschlagenen Routen steht, auch wenn es besser wäre, wenn es seine Wege wären, die ich gehe. In erster Linie kommt es ihm jedoch auf die Liebe an, die ich IHM erweise, auf die Gesinnung meines Herzens. 

 

"Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird es wohlmachen", schreibt David in Psalm 37,5. Sie kennen diesen Vers auch deshalb schon, weil er seit 2006 über der Arbeit unseres Missionswerkes Hoffnungsträger e.V. steht. Dieser Vers ist die perfekte Ergänzung zu der eben gelesenen Verheißung.

 

Möge die Hoffnung in uns bleiben, dass wir Gottes Stimme erkennen, wenn er uns lehren will, was uns hilft und wir dankbar seine führende Hand ergreifen, auf den Wegen, die wir eigenständig gehen. wg 

 


Waldemar Grab,  Evangelist von Hoffnungsträger e.V., schreibt in 12 kurzen Impulsen persönliche Gedanken

über die Grundlagen des Hoffnungsträgerseins. Dies war Folge 11.

 

 

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