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Hoffnungsträger sein (8/12)

Mal Hand aufs Herz: Haben Sie nicht auch die Hoffnung, dass sich in unserem politischen System bald etwas ändern sollte? - In den sozialen Medien schrieb jemand vor ein paar Tagen, dass er für eine bestimmte Partei bete … und führte dann seine Gründe auf. - Tatsächlich ist es so, dass sich in allenParteien unseres Landes Christen zu ihrem Glauben bekennen und ich gehe davon aus, dass ein jeder von ihnen für „seine Partei“ betet und Gott um Beistand oder gar Sieg bittet.

 

Da habe ich mir überlegt, wie Gott eigentlich auf all diese unterschiedlichen "Interessen-Gebete" reagieren soll, die man übrigens auch in Fußball-Vereinen oder anderen, konkurrierenden Gruppen findet.

Wenn die einen für Bayern München beten und die anderen für Dortmund, die einen für die CDU/CSU und die anderen für die SPD, wäre da nicht ein Unentschieden im Fußball oder eine große Koalition in Berlin nur gerecht?

                                                                                                                        Foto: HTR-Montage/wg

 

Welche immense Geräuschkulisse dringt da bloß an GOTTES Ohr! Selbst wenn jedes Gebet für IHN ein gewisser Schönklang ist, steckt ER, rein hochachtungsvoll menschlich betrachtet, in einer ganz schönen Zwickmühle. Wem soll ER wohlgesonnen sein, den einen oder den anderen geliebten Kindern? Wird nicht dieser „Schönklang“ in der Fülle aller Gebete zu einem Meer von Dissonanzen, einer 'Kakophonie der Uneinheitlichkeit', sozusagen?

 

Keine Sorge: Ich zweifle nicht wirklich daran, dass der große Souverän unseres Lebens hier nicht weiß, wie er reagieren soll. Ich möchte es nur verdeutlichen: Die Hoffnung, die ich in ein bittendes Gebet lege, soll doch am Ende eine Situation verbessern!  Doch je mehr ich mich dabei jedoch auf meine erwünschte Antwort festlege, desto mehr versuche ich auch Gott auf sein Handeln festzulegen ... und je mehr werde ich wohl enttäuscht sein, wenn es anders kommt.

 

Bei allem Selbstbehalt des eigenen Willens: Ist die Anspruchslosigkeit eines bittenden Gebetes der Hoffnung nicht am Nächsten, dass es am Ende so kommt, wie Gott es für richtig erachtet?   wg

 

Hier sechs weitere Bibelverse zu Gottes Souveränität:

 

„Das Herz des Menschen plant seinen Weg, aber der HERR lenkt seinen Schritt.“  Sprüche 16,9;

 

„Wie Wasserbäche ist das Herz eines Königs in der Hand des HERRN; wohin immer er will, neigt er es.“  Sprüche 21,1

 

„Gedenket des Früheren von der Urzeit her, dass ich Gott bin. Es gibt keinen sonst, keinen Gott gleich mir, der ich von Anfang an den Ausgang verkünde und von alters her, was noch nicht geschehen ist, – der ich spreche: Mein Ratschluss soll zustande kommen, und alles, was mir gefällt, führe ich aus.“  Jesaja 46,9-10;

 

„Nach seinem Willen verfährt er mit dem Heer des Himmels und den Bewohnern der Erde. Und da ist niemand, der seiner Hand wehren und zu ihm sagen könnte: Was tust du?“  Daniel 4,32b

 

„Ich habe erkannt, dass du alles vermagst und kein Plan für dich unausführbar ist.“  Hiob 42,2;

 

Und Jesus sagte: „Ihr sollt beten: … Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden.“  Matthäus 6,10.

 

 

 

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