· 

Hoffnungsträger sein (4/12)

„Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides. Ich gebe euch wieder Zukunft und HOFFNUNG!“  Jeremia 29,11 (Lu 84/EÜ)    

 

Wenn der Schmerz über einer Sache langsam entschwindet und die Lichtstrahlen langsam zunehmend den finsteren Weg des Lebens wieder beleuchten, stellt sich nicht selten auch die Hoffnung auf Neues wieder ein. Licht ist immer auch die Abwesenheit von Dunkelheit und immer auch das, wohin der sehnsüchtige Blick der Nacht uns zuerst hinführt.

Das können, spät abends am Meer, die 20 Seemeilen entfernten Positionslichter eines Schiffes sein oder auch die ein, zwei sichtbaren Sterne im Universum. Die Augen finden in der Dunkelheit das Licht binnen Sekunden.

 

Während der Verstand sich oft gegen angebotene Hilfe sträubt, spürt die Seele eine dargereichte Labsal sofort: Trost in der Trauer, Motivation in der Niederlage, Zuversicht in der Krankheit, Antwort in schweren Lebensfragen, der Geldschein in finanzieller Not, die unerwartete Entschuldigung in einer verfahrenen Situation, die offene Haustür bei den Eltern, die Gegenwart des Freundes, der Freundin, des Partners … der Pflegekraft.

 

„Da ist Licht am Ende des Tunnels",- diese Erkenntnis könnte auf den ersten Blick der Bibel entnommen sein, zumindest waren knapp 60% eines Jugendkreis dieser Meinung und von denen vermuteten ihn über die Hälfte im Alten Testament. Weit gefehlt. Das Licht, das Gottes Wort uns im Neuen Testament beschreibt, scheint nicht irgendwo am Ende der dunklen Wegstrecke. Jesus geht mit diesem Thema direkt in die Realität des Lebens hinein: „ICH BIN das Licht der Welt“, sagt ER in Johannes 8,12 und es heißt dann nicht, „wer mir den langen Weg entgegenkommt wird am Ende …“, sondern: „ … wer mir nachfolgt, wird … (direkt) im Licht wandeln.“

 

Aus dem Anfang unseres heutigen Verses geht hervor, dass Gott „Pläne des Friedens und nicht des Leides bzw. "des Heils und nicht des Unheils“ mit den Menschen hat. Wer seinen Namen in der Not anruft (Psalm 50,15) , wer die Tür aufstößt (Jh 10,9), bei dem wird es hoffnungsvoll hell in dunkler Zeit. wg 

 

Waldemar Grab schreibt in 12 kurzen Impulsen über die Grundlagen des Hoffnungsträgerseins, dies war Folge 4.

 

 

Hier gehts zurück, zur Gesamtübersicht des Blogs
Hier gehts zur Übersicht der Montagsimpulse

Kommentar schreiben

Kommentare: 0