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Osterimpuls - auch als Vorlage zur Bibelarbeit

Der Montagsimpuls Nr. 762 vom 02.04.2018

 

>>Und sie (die Emmaus-Jünger) standen auf zur selben Stunde, kehrten nach Jerusalem zurück und fanden die Elf versammelt mit denen, die bei ihnen waren und die sprachen: 

„Der HERR ist wirklich auferstanden und dem Simon erschienen!“<< 

 Johannes 24,34 (vgl. auch Mark 16,7; 1.Kor 15,5)

 

Diesen Vers kennen Sie sicher, wo die Emmaus-Jünger mit dem ihnen bis zum Abendbrot ‚unbekannten Fremden‘ ein paar Stunden auf dem Weg verbrachten, so lange bis er ihnen ‚die Augen öffnete‘ und sie ihn erkannten. Dann ‚verschwand er vor ihren Augen‘. Das muss ‚Adrenalin pur‘ gewesen sein für die beiden und so machten sie sich sofort auf den Rückweg, um ihren Freunden davon zu berichten.

Mir kommt es heute jedoch nur auf eine kleine Erwähnung im obigen Vers an: „.... auferstanden und dem Simon erschienen!“.

Den Überlieferungen zufolge müssen es weit über 500 Zeugen gewesen sein, die Jesus in der Zeit nach der Auferstehung gesehen haben, wenn wir alleine die Ausführungen des Paulus in 1. Korinther 15,5-8 zugrunde legen. Dort lesen wir auch, dass er übrigens dem Paulus zu allerletzt erschienenist.

Dem Simon Petrus jedoch ist er zu allererst erschienen. Diesem emotionalen Raubein von Jünger, und das ist nicht einmal negativ gemeint. Erkenne ich mich doch viel zu oft in ihm wieder ...

Wir finden sonst nirgendwo einen ausführlichen Bericht über diese erste Begegnung zwischen dem Auferstandenen Christus und Petrus, aber es gibt einige Bibelstellen, aus denen man herauslesen kann, wie wichtig sie auch für den liebenden HERRN war, weil besonders Petrus ihm am Herzen lag. Das hatte eine ganz andere Dimension als der Jünger, der von sich mehrmals in seinem Evangelium als denjenigen umschreibt, "den der HERR besonders liebte".

Zu der besonderen Beziehung zwischen Jesus Christus und Petrus und insbesondere dieser ersten Begegnung nach dem Ereignis auf Golgatha, habe ich nur (!!) drei Belegstellen dazu herausgesucht:

 

      Matth. 16,18.19:„Und ich (JESUS) sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen. Ich will dir die Schlüssel des Himmelreichs geben...“

 

      Joh. 21,15b-17:„Simon ... hast du mich lieber, als mich diese haben?“

Es folgen die drei Fragen der Liebe und die drei Aufforderungen an den Apostel, SEINE Lämmer und Schafe zu weiden.

      Joh. 22,31-34:„Simon, Simon, siehe, der Satan hat begehrt, euch zu sieben, wie den Weizen. Ich aber habe für DICH gebetet, dass dein Glaube nicht aufhöre!“ - Es folgt der Schwur des Petrus, dass er bereit sei mit JESUS ins Gefängnis und sogar in den Tod zu gehen. Nur kurze Zeit später verleugnete er ihn drei Mal.

 

Was wird das wohl für ein vertrauliches und seelsorgerliches Gespräch gewesen sein, das JESUS mit seinem Jünger hier geführt hat. Petrus war am Ende seiner Kräfte. Er, der für IHN sterben wollte, hat ihn bei der nächstbesten Gelegenheit verleugnet. Wenn der Hahn nicht gekräht und Jesus ihn mit diesem besonderen Blick angesehen hätte, wer weiß, was dann gewesen wäre ... wo hätte er sich da rein manovriert?

 

Und nun war er, Petrus, der erste, den Jesus nach der Auferstehung aufgesucht hat. Es sieht so aus, dass er ihm NICHT die ‚Leviten‘ gelesen hat, sondern ihm aufrichtig gezeigt hat, wie wichtig dieser Schritt war. Und dass er, Petrus, trotz seiner Verfehlungen, für das Reich Jesu und den Bau der Gemeinde gebraucht wird. Und ich vermute auch, dass der Jünger in der bewussten Vergebung Jesu neu aufleben durfte und er ihm noch einmal sein ganzes JA gegeben hat. Sein gewachsenes und reifes Auftreten auf seinen Missionsreisen zeugt davon.

 

Grund genug, Jesus bei allen Hindernissen und Kämpfen auf unseren Wegen immer wieder neu das bedingungslose JA zu geben und die kleinen Wunder und Bewahrungen um uns herum, ganz bewusst wahrzunehmen.  wg

 

 

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