Konfuzius

Weg und Ziel

Foto: Thomas Schlott  / pixelio.de
Foto: Thomas Schlott / pixelio.de

„Der Weg ist das Ziel“, soll Konfuzius gesagt haben und in vielen Versuchsfeldern der chemischen Labore fanden mit diesem Grundsatz nicht nur zukunftsweisende Erfindungen statt, sondern auch abertausende von Fehlversuchen.

 

Ich habe mich in meinem Leben gerne und mit Abenteuerdrang auf den unterschiedlichsten Wegen vom Zeitgeist treiben lassen und in der Regel ging es mir bestens dabei. Na ja, bis auf die Tage, wo es mir weniger gut ging, weil ich einen dieser vielen Fehlversuche hinter mich gebracht hatte, s.o.

 

Nicht selten ließ ich mich von Strömungen, die mich mal diesen Verlauf oder jene Windung entlang schoben, mitreißen. Ein richtiger Künstler macht aus jedem Weg eine Hauptaufgabe, ein Ziel. Und wenn das erreicht ist, folgt ein anderes. "Carpe Momentum - denn Zeit ist Luxus", so lebte ich, auch wenn ich das zu erstrebende Ziel nicht wirklich kannte, mal abgesehen vom Erreichen des kontinuierlichen, eigenen Wohlbefindens.

 

„Der Weg ist das Ziel“, verbunden mit dem Hinweis Jesu: „Ich bin der Weg!“(Joh. 14.6) ist durchaus ein Denkmodell in die richtige Richtung. Aber es ist in diesem Zusammenhang nicht richtig - und Ich würde es jedoch ein wenig ergänzen wollen: Jesus ist der Weg, der zum Ziel führt! Er ist, ohne die Aussage schmälern zu wollen, NICHT das Ziel. JESUS ist der Weg – und die Gemeinschaft mit dem VATER, das ist das Ziel!!

Jesus sagt es selbst im o.g. Vers: "...niemand kommt zum Vater, als durch mich!"

 

Das Ziel ist der Weg. Wer das Ziel kennt, kennt den Weg dorthin. Zumindest, wenn er Christ ist. Wer mit dem Auto den Weg nicht kennt, braucht eine Straßenkarte oder ein Navigationsgerät.

Die Bibel zeigt nicht nur den Weg für den Menschen auf, sogar für Himmel und Erde gibt es eine zu Ende gehende Aufgabe.

 

Diese Erkenntnis war für mich die Antwort auf die Sinnfrage. Der Sinn des Lebens, die Erreichung des Ziels. Einmal Gemeinschaft mit Vater und Sohn zu haben - und den Milliarden von Menschen, die im Glauben gestorben sind.

 

Und bei aller Unzulänglichkeit, bei allem Fehl, bei aller Schwachheit, aber mit allem Vorsatz, jeden Tag das Quäntchen Kraft zu erbitten, um zu widerstehen, die Gebote zu halten, IHM zu gefallen - und irgendwann durchs Ziel zu laufen.

 

„Passt auf, dass ihr euch nicht durch … die Sorgen des Alltags vom Ziel ablenken lasst! Sonst wird dieser Tag euch überraschen.“ Lukas 21,34

 

„Er wird euch die Kraft geben, im Glauben festzubleiben und das Ziel zu erreichen, so dass ihr vor ihm bestehen könnt, wenn er kommt.“ 1. Korinther 1,8

 

„Wir alle, die wir auf dem Weg zum Ziel sind, wollen uns so verhalten. Wenn ihr in dem einen oder anderen Punkt nicht meiner Meinung seid, wird Gott euch noch Klarheit und Einsicht schenken.“ Philipper 3,15  /  W.Grab


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