Es könnte ein Lebensmotto werden ...

Ein kleiner Impuls

"Doch frage zuvor, was der HERR sagt!" 2. Chronik 18,4

 

Diese Worte Joschafats, König von Juda, klingen weise. Sie geben der Entschlossenheit des Monarchen Nachdruck, Gottes Willen zu tun. Hut ab, wenn ein Führer so offen auf den setzt, an den er glaubt.

 

Joschafats großer Verdienst war es, die "religiöse Erziehung" in Juda zum gesetzlichen Programm zu machen. Auch hier: Vorbildlich!

Doch wenn man ein wenig vor- und zurück blättert und recherchiert: So manche seiner Entscheidungen wurden von ihm selbst nur halbherzig gelebt. So ließ er unter anderem den Götzendienst nicht völlig verbieten und verbrüderte sich obendrein noch mit Ahab, dem recht gottlos lebenden König von Israel (Kap. 18).

 

Joschafat ließ sich von ihm überreden, in den Krieg zu ziehen und in seiner Überzeugung forderte er zunächst richtig, Gottes Willen zu befragen (s.o.). Ahab stimmte zu und ließ rund 400 Propheten kommen, die ihm zugeneigt, einen Sieg vorhersagten. Nur EINER (!) redete nicht nach Ahabs Willen: der gottesfürchtige Micha. Er prophezeite den Niedergang der Dynastie Ahabs und wurde dafür ins Gefängnis geworfen. Und wie es so oft schon war in der Geschichte: Der Überbringer der Nachricht wurde zum Feind erklärt.

Doch es kam so, wie Micha vorausgesagt hatte: Ahab fiel und Joschafat entkam dem Tod nur knapp.

 

Eine spannende Geschichte, die viel mehr verbirgt, als die obigen Anrisse. Für mich ein Vorgang mit vielen Bildern und Übertragungen für den Alltag. Besonders das Leben Joschafats kann bei genauem Hinschauen viele Parallelitäten zu unseren Handlungsweisen aufzeigen.

 

Der Wille, Gottes Pläne zu erfragen, ist da. Klar artikuliert, sogar öffentlich bekannt. Und dann kommt der Kasus Knaxus, der Punkt, wo das Problem liegt: Die Anwendung. Die anders denkenden Freunde, die Anfechtungen aus anderen, gesellschaftlichen Strömungen - plötzlich möchte man es irgendwie doch jedem Recht machen - und so verliert die Stellung Gottes den Rang, der ihm gebührt.

 

Für mich persönlich habe ich mir zwei Lebenshilfen Gottes in den Alltag gepflanzt: „Überlass dem Herrn die Führung deines Lebens und vertraue auf ihn, er wird es richtig machen.“ (NLB); (Lu: Befiehl dem HERRN deine Wege ...); Der große König David gab diese Weisheit in Psalm 37,5 weiter.

 

Und sein Sohn Salomo tut es seinem Vater gleich, in dem er niederschreibt: „Vertraue dein Vorhaben dem Herrn an, dann werden deine Pläne gelingen.“ Sprüche 16,3 NLB (Lu: Befiehl dem HERRN deine Werke ...).

 

IHM die eigenen WEGE und WERKE anzubefehlen, geht das nicht einher mit Joschafats vorangegangenen Imperativ: "Doch frage zuvor, was der HERR sagt" ?

 

Es könnte ein neues Lebensmotto werden, nicht wahr?  

W.Grab

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