Der Geist

Das Multi-Multi-Talent

"Mein Geist soll unter euch bleiben. Fürchtet euch nicht!"

Haggai 2,5 (Altes Testament)

 

Meine persönliche Beobachtung in den mittlerweile 12 Jahren meines Glaubenslebens ist: Jeder bekommt so viel Geist, wie es der HERR für richtig empfindet - aber es ist immer genug!

Ich will mal versuchen, dies anhand einiger Bibelstellen erläutern, alle mit dem Tenor: Der Geist Gottes hilft in allen Belangen des Lebens!

 

Jeder der glaubt, erhält immer so viel des Heiligen Geistes, wie er benötigt,

a) um sein Wort zu verstehen, denn es ist ein Geist der Lehre (Joh. 14,26);

b) um sein Wort zu durchdenken, es ist ein Geist des Verstandes (Jes. 11,2);

c) um den HERRN befragen zu können, es ist ein Geist des Rats (Jes. 11,2);

d) um den Anfechtungen, den Tagen der Mutlosigkeit, der Krankheiten zu trotzen, es ist ein Geist der Stärke (Jes. 11,2);

e) um der Vergesslichkeit auf die Sprünge zu helfen, es ist ein Geist der Erinnerung (Joh. 14,26);

f) um Entscheidungen in Klugheit und Weisheit zu treffen, denn es ist ein Geist der Erkenntnis (Jes. 11,2);

 

Jeder der glaubt, erhält immer so viel des Heiligen Geistes, wie er benötigt,

g) um vor Gott und den Menschen Gerechtigkeit zu erfahren. Es ist ein Geist des Rechts (Jes. 28,6);

h) um zu spüren, daß er frei ist von allen Zwängen und menschlichen Gefangennahmen – Gottes Geist ist ein Geist der Freiheit (2.Kor. 3,17) und

j) um allezeit den nötigen Respekt vor dem Heiligen Gott aufzuweisen, denn es ist ein Geist der Furcht (Jes. 11,2).

 

Wir reden von einem unsichtbaren Phänomen, das im Grunde nur der verstehen kann, der den Geist hat! Doch wer für sich annimmt und bekennt, dass Jesus Christus der HERR ist - wird erfüllt von diesem seinem Geist, dem Geit Gottes!

 

Merke: Jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, ist nicht von Gott! (1. Joh. 4,3).

Anmerkung: Spiegelt sich dieser Vers möglicherweise auch in der Geschichte meines Blogs vom 09. Juni wieder (Die drei Beter) ?

 

k) Dies kann jeder, der glaubt, sofort unterscheiden, denn mit Gottes Geist erkennen wir den Geist der Wahrheit - und den Geist des Irrtums (1. Joh. 4,6).

 

Die unsichtbare Kraft des Glaubens, diese Hilfe in allen Belangen - viele von uns durften und dürfen sie erfahren. Und mit uns Milliarden von Menschen, die vor uns gelebt haben - oder heute, irgendwo in der Welt täglich zu IHM beten. Fühle dich nicht zu schwach dazu, den inneren Gegenspieler zu "überwinden".

 

Denn Gott sagt: "Meine Kraft (Anm.: die Stärke des Heiligen Geistes, s. d)) ist in den Schwachen mächtig!" (2. Kor. 12,9).

Das kannst Du glauben.

Gesegnete Pfingsten!  Waldemar Grab

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Kommentare: 2
  • #1

    Angela Scharnowski (Montag, 16 Juni 2014 16:32)

    Die Verse aus Jes. 11,2 beziehen sich in diesem Text auf den Messias.
    ...auf ihm wird ruhen der Geist...
    Wie bringst Du das in Einklang, dass das jeden Glaubenden betrifft?

  • #2

    Waldemar (Mittwoch, 18 Juni 2014 08:48)

    Liebe Angela. Gerne beantworte ich Dir die Frage und hole ein wenig aus.
    Alles was wir im AT lesen, nehmen wir aus der heutigen Sicht des "neuen Bundes" auf. Uns sind nicht nur die "alten Schriften" bekannt, aus denen Jesus und die Apostel haufenweise zitierten, sondern wir sind so gar reicher als die damaligen Verkündiger: Uns steht die Weisheit des gesamten biblischen Kanons zur Verfügung! Von Genesis bis Offenbarung, inkl. der Apokryphen und der außerbiblischen "Geschichtsschreiber" (Josephus etc.). Und wir haben den Geist, der uns sein Wort erklärt. Das ist derselbe, wie der aus der Jesaja-Stelle, seine Eigenschaften haben sich nicht verändert.

    Der "Heilige Geist" hatte im AT meist eine weissagende Funktion, in dem er die Propheten anwies, Dinge mitzuteilen (z.B. David über Judas Iskariot, wie uns Paulus in Apg. 1,16 erklärt). Er hatte eher eine "verhüllte" Aufgabe, die mit dem Kommen Jesu transparent wurde.
    Und auch die zitierte Jesaja-Stelle ist die Prophezeihung auf das, was kommen sollte - und wo wir heute wissen, dass es eingetreten ist. Diese erwähnte Prophezeihung ging mit dem Leben Jesu auf der Erde in Erfüllung, als Gott sprach: "Dies ist mein lieber Sohn ..." (Jesu Taufe Mt. 3,17; Lk 3,22 etc.) und als dies auch bildlich mit der Taube vor allen anwesenden Menschen bezeugt wurde.

    Im AT konnte nur GOTT (JHWE) den Geist geben: u.a. --> Jes. 63,11.
    Der Sohn wurde vom Vater mit allen Eigenschaften des Geistes ausgestattet: "Jesus war voll Heiligen Geistes und wurde durch den Geist in die Wüste geführt" (Lk 4,1); lies auch Apg. 10,37f: "Ihr wisst, was in ganz Judäa geschehen ist, angefangen von Galiläa nach der Taufe, die Johannes predigte, 38 wie Gott Jesus von Nazareth gesalbt hat mit Heiligem Geist und Kraft; der ist umhergezogen und hat Gutes getan und alle gesund gemacht, die in der Gewalt des Teufels waren, denn Gott war mit ihm."

    Auch andere Zeitzeugen wurden damals vom Heiligen Geist erfüllt:
    Lk 1,15: Johannes der Täufer, bereits vom Mutterleibe an, also noch bevor JCHR geboren wurde;
    Lk 1,41: Elisabeth, Mutter des Johannes (des Täufers), "war mit HG erfüllt...";
    Lk 1,67: Auch Zacharias, der Vater des Jh., prophezeite im Heiligen Geist;
    Lk 2,25: Simeon, der HG war auf ihm;
    Apg 9,17: Paulus wurde durch die Handauflegung des Ananias mit dem HG erfüllt usw. usw.

    Wichtig, als Antwort und weiteren Hinweis auf Deine Frage ist Römer 8,9 zu sehen: "Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein." - Und Christi Geist ist der, der in unserer Jesaja-Stelle wunderbar charakteristisch prophezeit ist. Unverändert der.

    Und nun greift zu Jesu Himmelfahrt auch Jh. 16,7f: "Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden. 8 Und wenn er kommt, wird er der Welt die Augen auftun über die Sünde und über die Gerechtigkeit und über das Gericht; 9 über die Sünde:dass sie nicht an mich glauben..." -

    und weiter ab Vers 13:
    "Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. 14 Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er's nehmen und euch verkündigen."

    Nebenbei bemerkt, Vers 13 ist für mich auch die Begründung, nicht den Heiligen Geist anzubeten, obwohl er "vollwertiges Mitglied" der Trinität ist. "...denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern nur das, was er "hören" wird ...". Ich bete Christus an und den Vater. Sie sprechen mit mir über den HG zu meinem Geist. - Hier sind die theologischen Kommentare und Meinungen unterschiedlich, ich akzeptiere sie alle - und bleibe bei meiner. :-)

    Das Großartige heute ist, dass wir wissen: Es handelt sich um ein- und denselben Geist, der von Anbeginn der Zeit auf dem Wasser schwebte, der in Jesaja auf Jesus Christus prophezeit wurde und den Jesus an die, die an ihn glauben, bis heute weiter gibt. Wir können ihn nur von IHM empfangen, nicht anders erwerben, wie wir z.B. aus Apg. 8,18-20 oder Hi 8,7 wissen.

    Die Jesaja-Verse sind eine wunderbare und prophezeihende Erklärung über die Eigenschaften des Geistes, die zunächst auf Jesus ruhten ... und dann an uns, die wir glauben, übertragen wurden. In wie weit wir das Wirken des Heiligen Geistes zulassen oder uns sich ihm öffnen, - da sind wir selbst die Bestimmer. Mit Sicherheit gilt es auch für die Qualität des Geistes, wenn es heißt: "Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit (Hebr. 13,8). wg