Josuas Kibbuz-Tipp

Das Fünf-Finger-Gebet

Während meines letzten Israelaufenthaltes gab mir Josua, ein Kibbuz-Mitarbeiter, ein Lehrstück darüber, wie man sich den Ablauf eines aufrechten und strukturierten Gebetes merken kann.

Der Ursprung dieses sog. "Fünf-Finger-Gebets" soll vom jungen Jorge Mario Bergoglio stammen, als er noch in Argentinien Dienst tat.

 

Lest doch mal, wie es mir Josua aus dem Kibbuz erklärte - es ist eine Zusammenfassung aus der Erinnerung. Von mir mit "der Hand" - sowie einigen bildhaften Beispielen und Bibelversen ergänzt.

 

Die Hand.

Sie ist wunderbar geschaffen, und kann Großartiges leisten! Überlege einmal, was Du mit ihnen heute alles erledigen wirst! Beginn dein Gebet mit Dank! Danke Gott für all die großartigen Erlebnisse Deines Lebens. Für alle Höhen und Tiefen, in denen er Dich hielt. Danke IHM für seine Vaterhand, die die ganze Welt geschaffen und sie mit allem was lebt, zu ihrem Ende bringen wird. Danke für die Geschichte Israels, die Wunder der Natur, sein großartiges und aufschlussreiches Wort, unseren Freund Jesus Christus!

 

Der Daumen.

Egal welcher von beiden - er ist dir am nächsten. So bete für die, die Dir tatsächlich am Nächsten sind. Es sind auch die Personen, die Dir während des Gebetes einfallen, auch wenn sie weiter oder weit weg wohnen. Für sie zu beten soll uns eine süße Pflicht sein. Und danke jederzeit dem Herrn Jesus Christus, der Dir am Nächsten von allen ist.

 

Der Zeigefinger.

Er ist das symbolische Zeichen der Lehrenden. Danke für die, die Dich lehren, die Dich anweisen und dich heilen. Bitte für die Hirten Deiner Gemeinde, Deine Seelsorger. Sie benötigen Weisheit und ein Stück prophetischer Gabe. Halte sie Dir im Gebet gegenwärtig und sorge durch Dein Gebet dafür, dass sie stark bleiben und nicht abfallen.

 

Der Mittelfinger.

Er ist der größte von allen. Er soll an unsere staatlichen Führer erinnern. Bete für den Bundespräsidenten, den Bundesrats- und den Bundestags-Präsidenten, für die Bundeskanzlerin, für Regierung und Opposition sowie die Bundes- und Landttags-Abgeordneten aus deiner Region. Für Führungspersönlichkeiten, Unternehmer, Künstler die Du magst oder kennst, aus Musik, Schauspiel, Malerei oder Schriftstellerei.

 

Der Ringfinger.

Es ist physiologisch unser schwächster Finger, wie dir jeder Klavierlehrer bestätigen wird. Daher: bete für die Schwächsten, für deine Freunde, deren Probleme du kennst oder erahnst. Und für die durch Krankheit niedergedrückten. Sie brauchen dein Gebet Tag und Nacht. Es ist niemals zu viel, was du für sie betest. Der Ringfinger, gleich welcher Hand, ist auch der Hinweis für Deine Ehe, oder die Deiner verheirateten Freunde aus Deinem Umfeld zu beten. Und für Deine Freunde, die auf der Suche nach einem Partner sind, sich einsam fühlen.

 

Der kleine Finger.

Symbol dafür, wie wir uns selbst vor Gott und vor den Anderen sehen sollten. Demütig und immer kleiner als ER und kleiner als unsere Freunde. Der kleine Finger soll Dich daran erinnern, für dich selbst zu beten. Wenn du schon für die ersten vier Gruppen intensiv gebetet hast, siehst du deine eigenen Bedürfnisse in der richtigen Perspektive und kannst so besser für deine persönlichen Anliegen beten.

 

Waldemar Grab

Kommentare: 2 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    Felix Rosch (Donnerstag, 12 Juni 2014 00:11)

    Das kann man sich gut merken, vielen Dank! Schön beschrieben, schon beim ersten Mal konnte ich es für mich wiederholen. Die erwähnten Bibelstellen trägst Du sicher noch nach, Waldi! Danke! DF

  • #2

    Magdalene (Donnerstag, 12 Juni 2014 19:21)

    Ich weiß, wer Jorge Mario Bergoglio ist!!! :-) :-)
    Aber schön herausgearbeitet, "Waldi"!