Stanfords Schrei nach Kühle...

In Kürze jährt sich der Jahrestag, wo ein amerikanischer Milliardenbetrüger

zu 110 Jahren Gefängnis verurteilt wurde. 

Irgendwo hörte ich diese Tage davon und hatte sofort den Eindruck, dass ich

einige Parallelen aus einem anderen Zusammenhang irgend woher

kennen würde. In aller Kürze:

>> Cleverer Finanzmanager zockt Tausende von Geldanlegern ab.

Die bitten den Betrüger verzweifelt um Hilfe und ziehen anschließend vor Gericht.

Sie bekommen nichts, Milliadär kommt jedoch ins Gefängnis, lebt in einer Zelle mit vielen Spitzbuben zusammen und bittet nun selbst um Gnade. 

Es sei zu heiß, viel zu heiß in seiner Haft, die er wohl lebenslang absitzen muss und er fleht um eine kühlere Zelle oder eine leistungsstarke Klimaanlage. Er würde alles gut und fürstlich bezahlen. Er sei immerhin sehr reich. << 

 

Gemeint ist der verurteilte Milliardenbetrüger Robert Allen Stanford (68), der im US-Bundesstaat Texas in einer nicht klimatisierten Zelle untergebracht wurde. Zusammen mit zehn anderen Gefangenen sitzt und schwitzt er bei 43 Grad bis zu seinem Tode und lässt durch die teuersten Anwälte ein wenig Kühle einklagen, bislang ohne Erfolg. - Ich sagte es schon: Irgendwie habe ich bei dieser Geschichte das Gefühl, dass ich sie so ähnlich schon einmal irgendwo gelesen habe. Ob es vielleicht die Begebenheit ist, die Jesus in Lukas 16,19-31 erzählte?

 

"Es war einmal ein reicher Mann, der immer die teuerste Kleidung trug und Tag für Tag im Luxus lebte. Vor seinem Haustor lag ein Armer, der hieß Lazarus. Sein Körper war ganz mit Geschwüren bedeckt.

Er wartete darauf, dass von den Mahlzeiten des Reichen ein paar kümmerliche Reste für ihn abfielen. Er konnte sich nicht einmal gegen die Hunde wehren, die seine Wunden beleckten. Der Arme starb und die Engel trugen ihn an den Ort, wo das ewige Freudenmahl gefeiert wird; dort erhielt er den Ehrenplatz an der Seite Abrahams.

Auch der Reiche starb und wurde begraben. In der Totenwelt litt er große Qualen. Als er aufblickte, sah er in weiter Ferne Abraham, und Lazarus auf dem Platz neben ihm. Da rief er laut: Vater Abraham, hab Erbarmen mit mir! Schick mir doch Lazarus! Er soll seine Fingerspitze ins Wasser tauchen und meine Zunge ein wenig kühlen, denn das Feuer hier brennt entsetzlich.

                Aber Abraham sagte: 'Mein Sohn, denk daran, dass du schon zu Lebzeiten das dir zugemessene Glück erhalten hast, Lazarus aber nur Unglück. Dafür kann er sich nun hier freuen, während du Qualen leidest. Außerdem liegt zwischen uns und euch ein riesiger Graben. Selbst wenn jemand wollte, könnte er nicht zu euch kommen, genauso wie keiner von dort zu uns gelangen kann.' Da bat der reiche Mann: 'Vater Abraham, dann schick Lazarus doch wenigstens in mein Elternhaus! Ich habe noch fünf Brüder. Er soll sie warnen, damit sie nicht auch an diesen schrecklichen Ort kommen!' Doch Abraham sagte: 'Deine Brüder haben das Gesetz Moses und die Weisungen der Propheten. Sie brauchen nur darauf zu hören.'

                 Der Reiche erwiderte: 'Vater Abraham, das genügt nicht! Aber wenn einer von den Toten zu ihnen käme, dann würden sie ihr Leben ändern.' Abraham sagte: 'Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, dann lassen sie sich auch nicht überzeugen, wenn jemand vom Tod aufersteht.'  (GNB);     wg

Foto: Der reiche Mann und der arme Lazarus. HTR - Lizenz AdobeStock_42039113

 

 

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